Filmen: Review – Sony alpha 7s – Die Lichtgestalt

Filmen: Review – Sony alpha 7s – Die Lichtgestalt

Filmen: Review – Sony alpha 7s – Die Lichtgestalt

Keine Kommentare zu Filmen: Review – Sony alpha 7s – Die Lichtgestalt

Ich möchte euch heute ein kleines Review zur Sony a7s präsentieren, die ich seit bereits einem Jahr sehr ins Herz geschlossen habe und sehr oft nutze. Der Nachfolger, die Sony a7s II (also die Mark 2) steht bald auch in Deutschland in den Regalen und da der Preisunterschied von der neuen „s“ zur alten „s“ doch recht hoch ausfällt, wollte ich da auf jeden Fall einige Informationen von meiner Seite aus mitgeben, für alle die sich noch nicht entschieden haben welche es werden soll. Hilfe zur Kaufentscheidung und kurzes Review also.

_DSC1912Ich habe mich Ende letzten Jahres, als die Sony alpha 7s vorgestelt wurde schon sofort in sie verliebt. Der tolle Formfaktor der A7 Reihe, den ich bereits aus der A7R kannte, ultra hoher ISO Faktor, FullFrame Sensor mit 12 Megapixel für Fotos und 100% nutzung der Pixel für 4K Video, ohne dass mehrere Pixel zusammengefasst werden. Wow. Die Werte hatten mich vorab schon überzeugt.
In Dezember 2014 war es dann soweit, ich konnte mir die A7S kaufen und war vom ersten Moment an begeistert. Sie ist klein, leicht und liegt trotzdem super in der Hand. Ich konnte von der ersten Stunde bereits loslegen und probieren, da ich nahezu alles was ich benötigte bereits da hatte. SDHX Karte, Sony Objektive und auch andere Kleinigkeiten. Die 2 Festbrennweiten 35mm/2.8 und das superscharfe 55mm/1.8 hatte ich bereits in meiner Objektiv Sammlung und beide machen sich hervorragend and der a7s. Später kamen noch zwei weitere Sony Zeiss Objektive dazu, das 24-70mm 4.0 und das 16-35mm 4.0. Diese zwei funktionieren ebenfalls absolut hervorragend an der A7S und machen sie noch vielseitiger.

_DSC1914Meine standard Linse war Anfangs jedoch immer die 35mm, wegen ihrer wunderbar geringen Größe, schnellem und präzisem Fokus. Mit der Zeit habe ich mich dann immer mehr in die 16-35mm Linse verliebt. Das kommt auch daher, dass ich viel in geschlossenen Räumen filme und somit der Weitwinkel bei 16 bis 20mm einfach mehr Raum einfängt und einfach besser wirkt. Zudem sind auch die Verwacklungen beim Filmen aus der Hand deutlich geringer bei Weitwinkel. Bessergesagt, man sieht sie nicht so deutlich. Die einzigen Nachteile der 16-35er Linse gegenüber der 35mm Festbrennweite sind wie immer Gewicht, Größe und Lichtärke. Wenn Gewicht und Größe jedoch keine Rolle spielen und die Kamera sowieso so extrem Lichtstark ist, kann man die eine Blende durchaus verschmerzen. Jedoch muss man beachten, mit der 16-35er Linse, kann man die Kamera nicht mehr auf jedem Gimbal (Stabilisator) aufbauen. Z.B. kann der CAME-TV Single Gimbal nicht mit dem zusätzlichen Gewicht umgehen und macht schlapp. Die A7S + 16-35mm Objektiv haben durchaus ein Gewicht, dass die 1,1kg die beim CAME Single zulässig sind überschreitet. Da bleibt nur ein größeres Gimbal einzusetzen, wie DJI Ronin (M), das aber auch deutlich teurer ist, oder eben ein gutes Steadycam, wenn man in der Lage ist das selbst perfekt auszubalancieren. (und die nötige Gelduld dazu hat)

Sony A7STop Features:
– 12 MegaPixel Vollformat EXMOR CMOS Sensor
– Videoaufnahme Kameraintern bei 1080P bis zu 50Mbps (in XAVC S)
– 4K Videoaufnahme über HDMI, und unkomprimiertes FullHD bei 4:2:2 Abtastung
– WiFi und NFC
– Großer OLED Sucher
– Aufnahme in S-Log2
– ISO Range bis auf 409600
– Elektronischer Shutter für Silent-Shots
– Videoformate: XAVC S, AVCHD, MP4
– Bionz X Bildprozessor
– Body aus Magnesiumlegierung
– Maximale Bildauflösung des Sensors: 4240 x 2832 Pixel
– RAW & JPEG Bildaufnahme

Sony A7SObwohl die Sony A7S auf den selben Body zurückgreift, wie ihre anderen A7 Schwestermodelle, ist sie doch eine ganz andere Sorte Monster. Ein Lichtmonster mit Vollformat Sensor und einer Lichtempfindlichkeit, wie man sie bisher noch aus keiner Kamera kannte. Nachtaufnahmen (Video) bei voller Farbwiedergaben? Ein Wunschtraum, der aber mit der A7S voll erfüllt wird. Vorbei die Zeiten wo man nachts auf unglaublich schlechte IR Aufnahmen oder extrem Kontrastarme, überverrauschte Filme zurückgreifen musste. Sony hat alles richtig gemacht, das zeigen nicht zuletzt die Verkaufszahlen, aber vor allem auch das enorm positive Feedback aus den Reihen der Hobby, Semiprofessionellen und sogar Pro Filmern.

Menü und Bedienung der A7S gestallten sich ähnlich wie bei allen A7 Kameras, bzw. bei nahezu allen alpha Modellen. Man braucht seine Zeit um sich an das etwas seltsam strukturierte Menü zu gewöhnen, zumal es durchaus tief verschachtelt sein kann. Es ist nicht ganz einfach bei Video die Picture Styles selbst zu finden, ohne mal einen Blick ins Handbuch oder Internet geworfen zu haben. Da sollte Sony sich definitiv eine einfachere Möglichkeit überlegen für die kommenden alpha Generationen.

Dafür sind aber Verarbeitung und Haptik der Kamera über jeden Zweifel erhaben und es macht einfach einen riesen Spaß mit diesem (vergleichsweise) Winzling zu arbeiten. Wenn ich an die Zeiten zurückdenke, als ich noch eine volle Canon 5D mk3 (mit MagicLantern) Ausrüstung mit mir rumschleppen musste, bin ich wirklich froh, dass Technik immer besser UND kleiner wird. Der Magnesium Body der Kamera macht einfach Spaß und fühlt sich super in der Hand an. Lediglich bei wirklich großen Tele Linsen ist die Kamera mit ihrem geringen Gewicht und Größe natürlich etwas unterdimensioniert, aber gerade an der A7S, nutzt man im Normalfall keine riesigen Zoomlinsen. Sondern eher lichtstarke Primes, die meistens von der Bauart eh etwas kompakter gehalten sind.

Sony A7SZu den Videoaufnahme Modi mal zu kommen. Ja, die Kamera wurde oft kritisiert, weil sie, anders als die Panasonig GH4, keine 4K intern aufnehmen kann. Sie kann intern nur 1080P in XAVC S, AVCHD und MP4, jeweils mit bis zu 60 Frames in NTSC/50 PAL respektive 30 Frames bei MP4. 4K Video lässt sich nur per HDMI aufnehmen und dazu braucht man eben zusätzliche Hardware. Wie z.B. den absolut hervorragenden Atomos Shogun Fieldrecorder. Aufgenommen wird dabei eine Auflösung von 3840 x 2160, wobei die gesamte Sensorfläche verwendet wird (ebenso wie bei FullHD Aufnahme). Das erhöht die Bildqualität deutlich im Vergleich mit anderen Kameras, die nur das sogenannte Pixelbinning beherrschen.

Dem Kameramann werden eine menge Tools in die Hand gegeben. Zebras, Fokus Peaking, Einstellungen der Blende, Verschlusszeit und ISO, Belichtungskorrektur und einige andere nützlicher Helfer. Ausserdem hat die A7S einen Autofokus, der auch beim Filmen hervorragend funktioniert. Er mag natürlich nicht so perfekt treffen wie ein profesioneller Kameramann, aber liegt dennoch in den meisten normalen Situationen richtig. Wer besondere Fokussoielerein benötigt, kann jederzeit auf MF umschalten und hat so alle Möglichkeiten in der Hand. Ebenso kann man aus einer Vielzahl an vordefinierten PictureStyles auswählen, die dem Film bereits von der Aufnahme an einen gewissen Look geben.

Die Bildqualität ist dabei bereits bei 1080P schon unschlagbar in der Preisklasse, da hat Sony die Muskeln spielen lassen und ihre Erfahrungen aus dem profesionellen Videokamera Segment voll mit einfließen lassen.

Fazit: Es gibt derzeit für den Preis keine Filmkamera, die mehr könnte und eine bessere Bildqualität liefern würde. Vor allem bei Lowlight Verhältnisen. Da die Sony A7S II bereits verfügbar ist, der Preis jedoch ungleich höher angesetzt ist, werden A7s bei eBay und co mittlerweile zu sehr guten Preisen zu kaufen sein. Auch neu kostet sie bereits unter 2000€, was ein hammer Preis für diese Power ist! Einfach WOW!

 

 

 

About the author:

XCrossRAW (Adrian) - ist ein Hobbyfotograf und Filmer, der bereits viel Erfahrungen mit unterschiedlichste Systeme und Zubehör sammeln konnte und diese hier mit der Community teilen möchte. Besucht auch die Facebook Page, wir freuen uns auf eure Likes und Komentare. www.facebook.com/crossingcam

Leave a comment

*

Back to Top